Archive for April, 2013

Archive for April, 2013

“Cool Sculpting” – der Begriff sagt Ihnen nichts? So wird es wohl den meisten gehen, wie auch mir, bevor ich ein wenig recherchiert habe. Wie das “Cool” schon andeutet, geht es darum, Fettzellen im Körper einfach wegzufrieren anstatt wegzusaugen. Das soll insbesondere für die Stellen gelten, die durch normales Abnehmen nur schwer zu entfernen sind, wie z.B. dem Hüftspeck, im Volksmund auch “Rettungsringe” genannt.

Der große Vorteil dieser Methode: Haut und Muskeln werden angeblich nicht angegriffen, außerdem ist kein chirurgischer Eingriff und keine Betäubung nötig. Die Methode wurde in den USA an der berühmten Harvard University entwickelt und ist sowohl in den USA, in der EU, als auch in Deutschland zugelassen und wird bereits von einigen wenigen Ärzten praktiziert.

Wie funktioniert Cool Sculpting? Es wird an die problematische Stelle, an der Fett entfernt werden soll, eine Art Sauggerät angebracht, welches das Fett ansaugt. Nun wird die entsprechende Partie auf 0 bis 4 Grad Celsius für ca. 1 Stunde heruntergekühlt. Angenehm stelle ich mir die Prozedur nicht vor, sie klingt aber zumindest nicht so schmerzhaft wie ein chirurgischer Eingriff und wird mit Sicherheit auch nicht so teuer sein.

Erste Erfolge sollen sich nach circa 3 Wochen einstellen, da die Fettzellen durch die Behandlung absterben und vom Organismus abgetragen werden, wie anderes tote Gewebe im Körper auch. Nach 2 bis 4 Monaten sollen die Erfolge deutlich sichtbar sein.

Nach der Behandlung ist die entsprechende Stelle verhärtet und schmerzt, blaue Flecken treten nur sehr selten auf.

Nun zum Preis: Auch wenn die Behandlung nicht sehr teuer klingt, kostet sie 750 bis 1000 €.

Für extrem dicke Menschen ist die Methode ungeeignet, da sie nur dafür da ist um den Körper zu perfektionen und kleinere Areale von Fett zu bekämpfen.

Trotzdem ist Cool Sculpting keine Wunderwaffe, weswegen die Patienten aufgerufen werden, auch trotz der Therapie weiter auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung zu achten und Sport zu treiben, um den Erfolg weiter zu unterstützen.

Denn die Fettzellen können wiederkommen, nachdem sie weggeist wurden – und dafür ist der Preis von 1000€ doch etwas zu happig.

Ob die Methode sich gegenüber dem klassischen Fettabsaugen durchsetzt bleibt abzuwarten. Die oben genannten Argumente sprechen jedenfalls dafür, sofern sich der Erfolg wirklich in sichtbarem Maße einstellt.

Posted by Laeufer on April 4th, 2013

Die Dukan-Diät wurde in den späten 70er Jahren vom gleichnamigen französischen Ernährungsexperten und Mediziner Pierre Dukan entwickelt. Ähnlich wie in anderen modernen Diät-Formen, steht eine proteinreiche Ernährung im Fokus, die über den Tag verteilt in mehreren kleinen Portionen aufgenommen wird.

Es gibt eine festgelegte Anzahl an Lebensmitteln, die man zu sich nehmen kann. Diese allerdings dafür in unbegrenzter Menge. Aus diesem Grund ist die Diät vor allem für Leute geeignet, die es gewohnt sind viel zu essen, z.B. Patienten, die unter Adipositas leiden.

Grundsätzlich wird die Dukan-Diät in 4 Phasen unterteilt:

1. Die Angriffsphase
Diese Phase dauert zwischen 1 und 10 Tagen, in denen nur sehr magere und proteinreiche Lebensmittel konsumiert werden dürfen. Zusätzlich gibt es 1,5 Löffel Haferkleie. Der große Vorteil an dieser Phase ist, im Gegensatz zu vielen anderen Diäten, dass durch die hohe Zufuhr von Proteinen die Muskelmasse nicht vom Abnehmen betroffen ist, sofern nebenbei noch trainiert wird. In anderen Diäten ist es oft so, dass kaum Kalorien, also Energie, aufgenommen wird und der Körper sich deshalb von der Muskelmasse “ernährt”. Die Folge: Man ist zwar auf der Waage dünner, allerdings ist das Fett immernoch da.

2. Die Aufbauphase
Zusätzlich zu den proteinhaltigen Lebensmitteln, stehen nun auch 28 verschiedene Arten von Gemüse auf dem Speiseplan. Außerdem werden 2 und nicht 1,5 Löffel Haferkleie aufgenommen.

3. Die Stabilisierungsphase
Auch in dieser Phase wird das Nahrungsangebot wieder erweitert: Zusätzlich zu der Proteinkost und dem Gemüse gibt es nun pro Tag ein Stück Obst, 40 g Hartkäse und 2 Scheiben Vollkornbrot. Außerdem wird die Ration der Haferkleie auf 2,5 Löffel erhöht. Der Sinn in dieser Phase ist der, dass der Körper langsam wieder an Kohlenhydrate herangeführt wird. Dadurch wird der Jo-Jo Effekt verhindert. Bei einer direkten Zunahme von zuvielen Kohlenhydraten, würde der Körper sofort zugreifen und diese in Fettdepots einlagern.

4. Dauerhafte Erhaltungsphase
Hier ist wieder alles erlaubt, wobei man nicht ins grobe Fressen verfallen sollte. Viel mehr sollte man sich ernähren wie die Wochen davor, nur nicht in dieser Strenge. Des Weiteren wird empfohlen einen Tag pro Woche zum reinen Proteintag zu erklären. Dieser soll das Gewicht auf lange Zeit gesehen stabilisieren.

Wer keine gesundheitlichen Probleme wie Diabetes hat, der kann diese Diät gerne ausprobieren.

Man sollte allerdings bedenken, dass eine derart hochdosierte Proteinaufnahme eine Belastung für die Nieren sind, da beim Verdau von Proteinen giftige Stoffwechselprodukte produziert werden – also viel Trinken, damit diese herausgespült werden können!

Posted by Laeufer on April 2nd, 2013

Wer an Gewicht verlieren möchte, der kommt laut allgemeiner Meinung nicht um sportliche Betätigungen herum. In der Praxis stellt sich diese Meinung allerdings als ziemlich deprimierend da, denn sagen wir bei 3-maligem wöchentlichen Joggen werden pro Jogging-Session 300 Kilokalorien verbraucht. Dann macht das summa sumarum 900 Kalorien pro Woche. Mit einer großen, fettigen Mahlzeit sind diese Kalorien bereits wieder aufgefüllt. Der Spruch “Wer Sport treibt, der kann essen was er möchte” stimmt also schonmal nicht.

Vor allem, da man nach dem Sport auch gerne mal sündigt, werden die Kalorien nach dem Training meist in viel höherem Maße wieder reingeholt, als es ohne Sport der Fall gewesen wäre.

Des Weiteren bauen, vor allem richtig unsportliche Menschen, bei regelmäßigem Training Muskelmasse auf. Das hat diverse positive Aspekte:

  • Mehr Muskelmasse bedeutet höherer Energieverbrauch, da die Muskeln mit Energie versorgt werden möchten
  • Muskeln wiegen zwar ungefähr soviel wie Fett, allerdings ist das Volumen der Muskeln kleiner
  • Muskeln sehen vor dem Spiegel viel besser aus

Was lernen wir daraus? 2 Dinge: Es kommt nicht darauf an, was die Waage sagt, sondern was der Spiegel sagt. Ginge man nach der Waage wären hochtrainierte Schwergewichtsboxer à la Vladimir Klitschko Fettsäcke und übergewichtig. Zweitens: Muskeln sind nötig um erfolgreich abzunehmen.

Ich persönlich sehe beim regelmäßigen Sport das Bild einer Dampflok vor meinem geistigen Auge:

Zu Beginn des Trainings kommt die Lok ganz langsam ins Rollen. Es passiert nicht viel. Doch im Laufe der Wochen und Monate wird die Lok immer schneller und unaufhaltsamer. Genauso ist es mit dem Abnehmen und Muskelaufbau: Je mehr man trainiert, desto mehr Fett verliert man, desto mehr Muskeln werden aufgebaut. 30 min Joggen verbrauchen mit einigen Kilogramm Muskeln mehr Kalorien, als zu Beginn.

Aus diesem Grund heißt die Devise: Durchhalten! Auch wenn man nicht direkt Erfolge sieht, werden diese mit der Zeit kommen.

Einen positiven Effekt hat der Sport aber von Anfang an: Nämlich das “gute Gefühl” danach. Die Laune wird einfach gehoben und man fühlt sich selbstbewusster. So hochmotiviert fällt es auch einfacher am Ball zu bleiben.

Ich persönliche habe z.B. seit November letzten Jahres wieder 3-4 Mal pro Woche trainiert. Nun bin ich seit einer Woche krank und musste zwangspausieren. Ich merke richtig, wie der Körper loslegen will, aber es ist einfach noch zu früh.

In diesem Sinne: Train or Die!